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CCI Alsace Eurométropole

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Deutsche Immobilienmakler in Frankreich : was ist zu beachten ?

Note juridique

Gemäss dem Gesetz Nr. 70-9 vom 2. Januar 1970, dem Dekret Nr. 72-678 vom 20. Juli 1972 und dem Arrêté vom 16. März 2006 muss ein Immobilienmakler, der in Frankreich tätig ist, bei der zuständigen Chambre de Commerce et d’Industrie eine spezifische Genehmigung, die sog. „Carte professionnelle d’agent immobilier“, beantragen.

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Imprimez

Es gibt verschiedene Genehmigungen, die von der Aktivität abhängig sind. Eine gilt für die Haus- und Wohnungsverwaltung sowie Miteigentümervertretung (gestion immobilière et syndic de copropriété) und die andere für Immobiliengeschäfte (transactions sur immeuble et fonds de commerce et marchands de listes). 


Die Erteilung dieser Genehmigung ist von bestimmten Bedingungen, insbesondere Studiums- bzw. Berufsabschlüssen und dem Nachweis einer Finanzbürgschaft, abhängig. 


Dies gilt auch für deutsche Immobilienmakler, die in Frankreich mit oder ohne Niederlassung tätig werden wollen. 


1. Niederlassung in Frankreich 


Sollte eine Niederlassung beabsichtigt sein, so ist für die Genehmigung die jeweilige Chambre de Commerce et d‘Industrie des Departements zuständig, in welchem die Niederlassung gegründet wird. 
Die Voraussetzungen sind die gleichen wie für ein französisches Unternehmen. Es muss abgeklärt werden, ob und wie die deutsche berufliche Ausbildung in Frankreich anerkannt wird. 

 

2. Ohne Niederlassung in Frankreich 


Möchte der deutsche Immobilienmakler grenzüberschreitend in Frankreich tätig werden, ohne eine Niederlassung zu gründen und übt er seine Tätigkeit in Frankreich nur gelegentlich oder zeitlich begrenzt aus, so ist diejenige IHK zuständig, in dessen Bezirk der Immobilienmakler das erste Mal eine 
Dienstleistung anbieten wird


Es muss eine sogenannte „déclaration de libre prestation de services“ erfolgen und eine Bearbeitungsgebühr bezahlt werden. 
Will der deutsche Immobilienmakler dauerhaft in Frankreich tätig werden ohne Niederlassung, so muss er eine Genehmigung« prestations de service » bei der CCI Paris Ile-de-France beantragen, die zentral dafür zuständig ist. 


3. Unterlagen


Es müssen folgende Unterlagen beigefügt werden (Änderungen vorbehalten): 

 

 

  • Bestätigung der Eintragung der Firma im Handelsregister/ Gewerbeanmeldung als Immobilienmakler sowie behördliche Erlaubnis in Deutschland mit Bestätigung, dass kein Verbot besteht (auch nur kurzfristig) die Tätigkeit des Immobilienmaklers auszuüben (in beglaubigter Übersetzung*)

 

  • Personalausweis des Antragstellers mit Nachweis der Nationalität 

 

  •  Nachweis, dass die betreffende Person die betreffende Tätigkeit in den letzten zehn Jahren mindestens ein Jahr lang ausgeübt hat, wenn der Mitgliedstaat der Europäischen Union oder die Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, in dem sie ihren Sitz hat, diese Tätigkeit nicht regelt (in beglaubigter Übersetzung*) 

 

  • Genehmigung des Antragstellers (EU-Bürger) - persönlich unterschrieben- um eine Abfrage des Führungszeugnisses (bulletin n°2) im Heimatland des Antragstellers einzuholen (an die zuständige IHK gerichtet) 

 

  • Nachweis einer Finanzgarantie, die die Rückzahlung von Geldern, Effekten oder Wertpapieren ermöglicht, die von Kunden hinterlegt und speziell zugewiesen wurden 

 

ODER 

 

  • Erklärung auf Ehrenwort, dass der Antragsteller im Rahmen seiner Tätigkeit keine anderen Geldwerte verwaltet ausser seiner Bezahlung oder Provision. 

   ► Feld 13 im Formular: non réception de fonds 

 

  • Nachweis einer beruflichen Haftpflichtversicherung für das laufende Jahr mit Nennung der ausgeübten Tätigkeiten 

 

Der Antragsteller sollte direkt bei der zuständigen IHK abklären, wie die Bearbeitungsgebühr bezahlt werden kann. Für die IHK Alsace Eurométropole : Überweisung von 96 €. 


Hinweis : Die obengenannten Unterlagen müssen auf Französisch übersetzt werden. 
*Für die Dokumente die eine beglaubigte Übersetzung benötigen erhalten Sie eine Liste der vereidigten Übersetzer beim Tribunal judiciaire.